Vorwort zur 1. Auflage

Als kleiner Junge hatte ich irgendwann einmal gehört, daß meine Vorfahren aus dem Salzburger Land stammen.
Der Krieg, die Vertreibung aus Ostpreußen und die bitteren Jahre der Nachkriegszeit verdrängten lange das Gehörte
und das Bild, das ich als Kind in mein Bewußtsein aufgenommen hatte. Im März 1963 machte ich zum ersten Male
Urlaub im Salzburger Land, jenem Bundesland Österreichs, aus dem meine Vorväter stammen. Mir war nur wenig
bekannt, welche Gründe einst zum Wegzug meiner Vorfahren führten. So nutzte ich die Zeit, um mich hier und da
umzuhören. Was ich erfuhr, weckte mein Interesse. Schon bald hatte ich so viele Unterlagen eingesehen, daß ich
ohne Niederschrift nicht mehr den Überblick behalten konnte. Ich stieß auf eine längst verlorengeglaubte Ahnentafel,
die mein Vater Gustav Lörzer in den dreißiger Jahren aufgestellt hatte, später auch auf die Familienforschungen des
verstorbenen Amtsgerichtsrates Carl Loertzer aus Lyck in Ostpreußen. Mein Interesse verstärkte sich. Nun reihte ich
Stein an Stein. Mit viel Geduld und Ausdauer saß ich vor alten vergilbten Kirchenbüchern, sammelte Erfahrungen und
gewann Übersichten, so daß ich an den verschiedensten Stellen bald diese, bald jene Spur fand und zäh verfolgte.
Richteten sich meine Überlegungen zu Beginn meiner Arbeiten nur darauf meinen Kindern eine Familienchronik zu
schreiben, so stellte ich bald ein großes Interesse bei anderen Trägern des Namens Lörzer, Loerzer, Loertzer und
Lörtzer fest. Mit der Veröffentlichung der Chronik komme ich den Wünschen der Interessierten nach. Die Grundlage
für eine umfassende Familiengeschichte ist gelegt, die Richtungen für weitere Vertiefungen und intensive Forschungen
sind aufgezeigt. Jede Nachforschung in alten Kirchenbüchern usw. ist mit Kosten und Zeit verbunden, und es gehört viel
Idealismus und Verständnis der Familie dazu. Ich möchte meiner Frau und meinen Kindern für dieses Verständnis
danken. An dieser Stelle sei weiterhin zahlreichen Helfern gedankt, die mich bei meiner Arbeit unterstützt haben.
Mein Dank gilt außerdem dem Salzburger Verein e.V., Vereinigung der Nachkommen Salzburger Emigranten, der
diese Familienchronik in sein Schrifttum übernommen hat.

Wuppertal-Barmen, im Dezember 1977

Joachim Lörzer

 

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